Littering ist ein Übel der modernen Zeit!

20. Januar 2019

Wer hat sich nicht schon geärgert, wenn in unserer sauberen Schweiz irgendwo Tüten, Dosen, Flaschen, Zigarettenkippen und vieles andere mehr herumliegen bzw. ohne Rücksicht auf die Umwelt “entsorgt” wurden? Dagegen kämpft man in Oberkulm an, auch wenn das manchmal eine Sisyphusarbeit gleicht. Die Bequemlichkeit der einen führt zu Arbeitseinsätzen anderer. Und dies in der Regel freiwillig. Wer Sorge zur Natur trägt, littert nicht. Das haben aber längst noch nicht alle begriffen.

IG Oberkulm für eine saubere Umwelt

Ende 2017 wurde an einer Vollversammlung der IG Oberkulm beschlossen, zukünftig den Behörden bei den Littering-Aufräumarbeiten in Oberkulm zu helfen. Dank der Unterstützung von Gemeinderätin Verena Brändli und Urs Wunderlin, Chef der Technischen Betriebe Oberkulm und seinem Team konnte Urs Bader, Mitglied der IG Oberkulm, bereits anfangs 2018 dieses Projekt starten. Leute, die Arbeit suchen und Asylbewerber sind an zwei Nachmittagen pro Woche unterwegs und säubern unser Dorf. Urs Bader ist jeweils um 13:00h im Werkhof, überwacht den Start der jeweils beiden Einsatzfreudigen, stellt die Touren zusammen und begleitet gelegentlich selbst seine Mitarbeiter auf der Tour. Anschliessend ist er wieder im Werkhof, wenn die Littering-Sammler zurückkommen. Manchmal gibt es auch ein spontanes Lob von der Bevölkerung oder sogar ein Trinkgeld. Wir suchen auch feste Jobs für die Leute.

Ein Hauptaugenmerk gilt der Strecke zwischen der Schürmatt und Oberkulm, beidseits der Strasse. An einem Nachmittag zum Beispiel wurde dort ein 110-Liter Abfallsack mit Plastik, Glasflaschen, Aluminium-Getränkedosen und Essensverpackungsmaterial gefüllt. Ganze Bündel Zeitungen waren auf den Wiesen verstreut. Nicht zu vergessen: Eine Aludose oder Plastikflasche kann für eine Kuh auf der Weide den sicheren Tod bedeuten. Urs Bader: “Littering ist kein Kavaliersdelikt. Es bedroht unsere Umwelt und schadet schliesslich uns allen erheblich.”

Für Hinweise dankbar

Urs Bader ist für Hinweise aus der Bevölkerung betreffend Handlungsbedarf angewiesen. Hier die wichtigsten Kontaktadressen: IT Hotline, Natel 079 863 93 44 (SMS) oder Werkhof Oberkulm, Telefon 062 776 31 79. Helfen Sie mit, unser schönes Oberkulm sauberzuhalten!

Der Abfall gehört nicht in die Natur, sondern in die entsprechende Tonne!


Dieser Artikel erschien im Anzeiger von Kulm
Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von Klaus Tepper


Unterwegs mit Förster Urs Wunderlin


Der Kirchturm erhält Konkurrenz: Neu prägt ein 36 Meter hohes Bürogebäude das Ortsbild

Der nachfolgende Artikel ist am 5.9.2019 in der Aargauer Zeitung erschienen. Deshalb leiten wir Dich direkt auf den Online-Artikel weiter.


Wollen wir in Oberkulm Wachstum um jeden Preis?

Das Positive und sehr erfreuliche vorweg: Das Fazit der Ortsbild-Analyse, die im Rahmen der neuen Raumplanung erstellt wurde, bestätigt es; Unsere (Zitat) «Siedlungsstrukturen sind weitgehend dörflich geprägt und entsprechen dem gängigen Bild vom Leben auf dem Land

Und wenn wir die demografische Zusammensetzung der Bevölkerung anschauen, und dabei auch die Zentralisierung der Industrie auf das obere und untere Wynental betrachten, so kommt man nicht umhin festzustellen: Der Standort Oberkulm ist für die Industrie und das Gewerbe kein Magnet, wohl aber für Familien und Einzelpersonen, die das ruhige Wohnen mit Blick ins Grüne suchen. Dafür braucht es weder Hochhäuser noch 08:15-Mehrfamilienhaus-Überbauungen. Oberkulm tut gut daran, das Dorf attraktiv zu behalten für diejenigen Einwohner-/innen, die unsere bereits vorhandenen Qualitäten zu schätzen wissen.

In der neuen Raumplanung wird diesen Faktoren eine grosse Bedeutung beigemessen, und der Erhalt dieses ländlichen Charakters ist einer der wichtigsten Eckpfeiler des neuen Konzepts.

Wenn wir die aktuelle Bautätigkeit in Unterkulm betrachten, können wir eigentlich nur dankbar sein für diesen umsichtigen Umgang mit unseren Qualitäten und Werten. Mit einem Zusammenschluss der beiden Gemeinden hätten wir schlussendlich nicht nur die Stärken fusioniert, sondern auch alle Folgen und Konsequenzen aus der Raum- und Verkehrsplanung. Wenn dann zusätzlich die Aussagen des Unterkulmer Gemeindeammanns aus der Broschüre zur Gmeind 2019 in diesen Kontext gestellt werden, sollte dies auch dem hartnäckigsten Fusions-Befürworter zu denken geben. Zitat: «Die Steuereinnahmen steigen trotz Bevölkerungswachstum nicht wie geplant und die Sozialausgaben drohen trotz einmaligem Sondereffekt weiter zu steigen. …Für die Bewältigung unserer Aufgaben sind wir weiterhin stark auf den Zustupf des kantonalen Finanzausgleichs angewiesen». Wollen wir daran antizipieren? Sind geteilte Probleme und Schulden tatsächlich halbe Probleme und Schulden? Oder lehrt uns die Vergangenheit mit ganz vielen Beispielen nicht genau das Gegenteil?

Wachstum führt nicht automatisch zu mehr Wohlstand, das mussten Gemeinden wie Emmen LU, Köniz BE oder Oensingen SO schmerzlich erfahren. Die anfängliche Euphorie für den forcierten Wachstum ist inzwischen einer Ernüchterung gewichen, finanziell geht es schon lange nicht mehr auf.

Das wollen wir in Oberkulm ganz sicher nicht. Wir freuen uns über neue Mitbürger und Mitbürgerinnen, und heissen alle mit offenen Armen willkommen, die unseren ländlichen Charakter schätzen. Aber wir wollen kein Wachstum um jeden Preis. Dazu gehört auch, die Bautätigkeit am tatsächlich vorhandenen Wohnungsbedarf, und nicht an einer utopischen Vision auszurichten.

Leserbrief Urs Bader, aus dem Wynentaler Blatt vom 28.06.2019.

Nun möchten wir Deine Meinung hören. Dies kannst Du tun, indem Du uns per Email oder Telefon/SMS kontaktierst. Die nötigen Informationen findest Du auf der Frontseite.


Böhler-Kreuzung: Die Lösung “T-Kreuzung” wird vorangetrieben

Bericht im Wynentaler Blatt, im Anschluss an die Informationsveranstaltung in Unterkulm von Ende April 2019:

Seit für den Unterkulmer Böhlerknoten der Kreisel vom Tisch ist und ein T-Knoten entstehen soll (AZ vom 3.4.), scheinen sich die Gemüter etwas beruhigt zu haben. Jedenfalls nahmen am  Donnerstagabend nur etwa 75 Personen an einer gut zweistündigen Orientierungsversammlung teil. Laut Kantonsingenieur Rolf H. Meier wird der gegenüber dem Kreisel leicht leistungsfähigere T-Knoten gegen Ende Jahr öffentlich aufgelegt.

Ob dann auch noch einmal die beiden WSB-Eigentrassierungs-Abschnitte zur Auflage kommen, ist noch nicht entschieden. Entsprechendes wünschte sich Gemeindeammann Emil Huber. Er betonte: «Der Gemeinderat ist heute der Meinung, dass der T-Knoten die beste Lösung ist.» Und: «Nichts machen und auf einen Tunnel warten wollen wir auf keinen FalI.» Und: «Wir sind überzeugt. dass wir jetzt auf dem richtigen Weg sind.» Für den T-Knoten, die Einführung der Böhler- in die Wynentalstrasse bei der Unterkulmer Kirche, gibt es ein Vorprojekt. Bis zum Baubeginn dürften noch drei bis vier Jahre vergehen. Es wird mit Kosten von 22 Millionen Franken gerechnet. Daran hätte, so Meier, die Gemeinde Unterkulm lediglich 3.5 Millionen Franken beizusteuern. Meier riet vom Bau einer 1,6 Millionen Franken teuren Personenunterführung unter der Kreuzung ab. Diese würde zu wenig benutzt. Der von vielen Kulmern gewünschte Tunnel würde 250 bis 300 Millionen Franken kosten. Kantonsingenieur Meier zeigte mit einem Vergleich mit Oberentfelden, was beim Bau die grossen Probleme wären.

Wynentaler Blatt


Tunnel_chancenlos.png


Böhlerkreuzung - Leserbrief in der AZ

8. Dezember 2017

Beim Böhlerknoten in Unterkulm ist die Verkehrssicherheit nicht mit zusätzlichen Bahnwarnblinkern gesichert. Der Kanton und die WSB handeln hier schlicht und einfach grobfahrlässig. Und das seit Jahren. Jede Baustelle entlang des Bahntrassees ist besser abgesichert. Jeder Einwand, es mache jetzt keinen Sinn mehr, ein Provisorium zu erstellen - weil ein Kreisel geplant ist - ist menschenverachtend.
Bis jetzt hat es nur mit viel Glück noch keine tragischen Unfälle gegeben. Auch für die Lokführer ist es eine Zumutung, diese gefährliche Passage zu befahren. Hat die WSB Direktion tatsächlich das Gefühl, mit einem gegen die Böhlerstrasse ausgerichteten Blinker und einer, an einer Leitungsmasten montierten lächerlichen Tafel sei der Verkehrssicherheit an dieser Stelle Genüge getan? Auch zusätzlich angebrachte, kleine Bahnwarnschilder bringen nicht viel. Die Bevölkerung möchte sofort optisch und akustisch auf das Herannahen eines Zuges aufmerksam gemacht werden.

Urs Bader, Oberkulm