JA zu einem Beitritt zum Gemeindeverband «Kreisschule aargauSüd»

An der Gemeindeversammlung vom 15.06.2018 (20:00h) wird unter anderem über den Beitritt zur neu gegründeten Oberstufen-Kreisschule aargauSüd abgestimmt. Das Stimmvolk hat im Jahr 2000 dem neuen Schulgesetz zugestimmt, in welchem eine Regionalisierung der Oberstufe von Beginn weg vorgesehen war. Es geht schlussendlich darum, Kosten zu sparen und «unrentable» Klassengrössen zu vermeiden. Die Umsetzung dieser Gesetzesänderung muss bis ins Jahr 2021 vollzogen sein, d.h. die Schulen haben nur noch 3 Jahre Zeit, die Regionalisierung gemeinsam anzugehen und umzusetzen. Ab 2021 werden nur noch regionalisierte Oberstufen vom Kanton finanziell unterstützt. Diese Kostenbeteiligung in der Höhe von 65% ist bei kalkulatorischen, durchschnittlichen Kosten in einem knappen fünfstelligen Bereich pro Jahr und Schüler unverzichtbar. Sie würde bei einer Ablehnung der Beitritts-Vorlage an der Gemeindeversammlung wegfallen, oder aber die Schüler müssten auf die anderen, regionalisierten Schulen verteilt werden, wo dann genau dieselben Kosten an die entsprechende Schule entrichtet werden müssten, ebenfalls ohne Unterstützung durch den Kanton.

Als Standorte für die Oberstufen Kreisschule sind Unterkulm und Homberg/Reinach vorgesehen, sowie ein reduzierter Betrieb (ohne Bezirksschule) in Menziken. Es ist also durchaus denkbar, dass die Oberkulmer Oberstufenschüler künftig nach Unterkulm fahren müssen, der Standort Oberkulm ist in den offiziellen Konzepten nicht vorgesehen. Trotz intensiver Gespräche und Interventionen seitens des Gemeinderates blieb es letztlich bei einer mündlichen Zusicherung, dass Oberkulm als Schulhausstandort geprüft werde.

In Zukunft wird es eine noch viel engere Zusammenarbeit zwischen den Schulstandorten geben müssen, vor allem im Bereich der Klassengrössen und der Schülerverteilung. In der Oberstufe schreibt der Kanton eine Mindestklassengrösse von 12 (Realschule), 15 (Sekundarschule) resp. 18 (Bezirksschule) vor.

Neue Infrastruktur (Gebäude) darf bei der Umsetzung dieser Regionalisierung nicht gebaut werden, und die Schulanlagen in Oberkulm sind schon heute zu 2/3 ausgelastet.

Es gibt also, zusammenfassend, keine Option zu einer Annahme resp. einem Beitritt. Ohne Beitritt zum Regionalverband verliert die Gemeinde Oberkulm auf der ganzen Linie. Die Umsetzung der Regionalisierung wird, sofern alle vorgesehenen Gemeinden «ja» dazu sagen, sehr rasch in Angriff genommen.

Stimmen wir also gemeinsam JA am 15.06.2018!

Weitere Details zum GV-Traktandum können der Botschaft des Gemeinderates entnommen werden:

http://www.oberkulm.ch/upload/file/Botschaft%20Juni%202018.pdf