Tempo 30 - Zone in Oberkulm

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger

An einer eigens dafür angesetzten Informationsveranstaltung hat der Gemeinderat über das Traktandum “Tempo 30 - Zone” informiert, über das wir an der nächsten Gemeindeversammlung abstimmen werden.

Bei diesem Vorhaben geht es in allererster Linie um die Schulwegsicherung, für die wir als Gemeinschaft eine Mitverantwortung tragen.

Wie diverse Voten an dieser Veranstaltung gezeigt haben, hätten sich einige Anstösser der Oberstegstrasse eine weitergefasste Zone gewünscht, wofür auch der Gemeinderat Verständnis gezeigt hat. Wir dürfen aber nicht vergessen, dass diese Tempo 30 Zone, wenn sie einmal errichtet wurde, auch in späteren Jahren noch erweitert werden kann. Wir setzen mit der aktuell geplanten Zone also einen Startschuss, und können anschliessend über sinnvolle Erweiterungen diskutieren. Es wurde bereits sehr viel Zeit und auch Geld (unser derzeit knappstes Gut) eingesetzt, um dieses erste Projekt zu planen und mit dem Kanton zu koordinieren. Es wäre mehr als schade, wenn wir diesen ganzen Aufwand noch einmal in Kauf nehmen würden, und damit das ganze Vorhaben um mindestens ein Jahr zu verzögern.

Ich bitte Sie deshalb, zum Wohl unserer Kinder dieses Anliegen zu unterstützen, der Gemeinderat hat hier mit Augenmass und unter Berücksichtigung der knappen Finanzen eine Lösung erarbeitet, die - quasi als Gegenvorschlag zum letzten, überladenen Paket - unbedingt unsere Unterstützung verdient.

Kommt doch bitte auch an die Gemeindeversammlung, und setzt gemeinsam mit uns ein Zeichen des Vertrauens in den Gemeinderat und der Bereitschaft, einen gemeinsamen Weg zu beschreiten, wo wir mit dem Gemeinderat zusammen Schritt für Schritt vorwärtsgehen, diskutieren und auch umsetzen.

Thomas Weber
Hooverstrasse 9
5727 Oberkulm

JA zu einem Beitritt zum Gemeindeverband «Kreisschule aargauSüd»

An der Gemeindeversammlung vom 15.06.2018 (20:00h) wird unter anderem über den Beitritt zur neu gegründeten Oberstufen-Kreisschule aargauSüd abgestimmt. Das Stimmvolk hat im Jahr 2000 dem neuen Schulgesetz zugestimmt, in welchem eine Regionalisierung der Oberstufe von Beginn weg vorgesehen war. Es geht schlussendlich darum, Kosten zu sparen und «unrentable» Klassengrössen zu vermeiden. Die Umsetzung dieser Gesetzesänderung muss bis ins Jahr 2021 vollzogen sein, d.h. die Schulen haben nur noch 3 Jahre Zeit, die Regionalisierung gemeinsam anzugehen und umzusetzen. Ab 2021 werden nur noch regionalisierte Oberstufen vom Kanton finanziell unterstützt. Diese Kostenbeteiligung in der Höhe von 65% ist bei kalkulatorischen, durchschnittlichen Kosten in einem knappen fünfstelligen Bereich pro Jahr und Schüler unverzichtbar. Sie würde bei einer Ablehnung der Beitritts-Vorlage an der Gemeindeversammlung wegfallen, oder aber die Schüler müssten auf die anderen, regionalisierten Schulen verteilt werden, wo dann genau dieselben Kosten an die entsprechende Schule entrichtet werden müssten, ebenfalls ohne Unterstützung durch den Kanton.

Als Standorte für die Oberstufen Kreisschule sind Unterkulm und Homberg/Reinach vorgesehen, sowie ein reduzierter Betrieb (ohne Bezirksschule) in Menziken. Es ist also durchaus denkbar, dass die Oberkulmer Oberstufenschüler künftig nach Unterkulm fahren müssen, der Standort Oberkulm ist in den offiziellen Konzepten nicht vorgesehen. Trotz intensiver Gespräche und Interventionen seitens des Gemeinderates blieb es letztlich bei einer mündlichen Zusicherung, dass Oberkulm als Schulhausstandort geprüft werde.

In Zukunft wird es eine noch viel engere Zusammenarbeit zwischen den Schulstandorten geben müssen, vor allem im Bereich der Klassengrössen und der Schülerverteilung. In der Oberstufe schreibt der Kanton eine Mindestklassengrösse von 12 (Realschule), 15 (Sekundarschule) resp. 18 (Bezirksschule) vor.

Neue Infrastruktur (Gebäude) darf bei der Umsetzung dieser Regionalisierung nicht gebaut werden, und die Schulanlagen in Oberkulm sind schon heute zu 2/3 ausgelastet.

Es gibt also, zusammenfassend, keine Option zu einer Annahme resp. einem Beitritt. Ohne Beitritt zum Regionalverband verliert die Gemeinde Oberkulm auf der ganzen Linie. Die Umsetzung der Regionalisierung wird, sofern alle vorgesehenen Gemeinden «ja» dazu sagen, sehr rasch in Angriff genommen.

Stimmen wir also gemeinsam JA am 15.06.2018!

Weitere Details zum GV-Traktandum können der Botschaft des Gemeinderates entnommen werden:

http://bit.ly/2VEKLBu