Tempo 30 - Zone in Oberkulm

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger

An einer eigens dafür angesetzten Informationsveranstaltung hat der Gemeinderat über das Traktandum “Tempo 30 - Zone” informiert, über das wir an der nächsten Gemeindeversammlung abstimmen werden.

Bei diesem Vorhaben geht es in allererster Linie um die Schulwegsicherung, für die wir als Gemeinschaft eine Mitverantwortung tragen.

Wie diverse Voten an dieser Veranstaltung gezeigt haben, hätten sich einige Anstösser der Oberstegstrasse eine weitergefasste Zone gewünscht, wofür auch der Gemeinderat Verständnis gezeigt hat. Wir dürfen aber nicht vergessen, dass diese Tempo 30 Zone, wenn sie einmal errichtet wurde, auch in späteren Jahren noch erweitert werden kann. Wir setzen mit der aktuell geplanten Zone also einen Startschuss, und können anschliessend über sinnvolle Erweiterungen diskutieren. Es wurde bereits sehr viel Zeit und auch Geld (unser derzeit knappstes Gut) eingesetzt, um dieses erste Projekt zu planen und mit dem Kanton zu koordinieren. Es wäre mehr als schade, wenn wir diesen ganzen Aufwand noch einmal in Kauf nehmen würden, und damit das ganze Vorhaben um mindestens ein Jahr zu verzögern.

Ich bitte Sie deshalb, zum Wohl unserer Kinder dieses Anliegen zu unterstützen, der Gemeinderat hat hier mit Augenmass und unter Berücksichtigung der knappen Finanzen eine Lösung erarbeitet, die - quasi als Gegenvorschlag zum letzten, überladenen Paket - unbedingt unsere Unterstützung verdient.

Kommt doch bitte auch an die Gemeindeversammlung, und setzt gemeinsam mit uns ein Zeichen des Vertrauens in den Gemeinderat und der Bereitschaft, einen gemeinsamen Weg zu beschreiten, wo wir mit dem Gemeinderat zusammen Schritt für Schritt vorwärtsgehen, diskutieren und auch umsetzen.

Thomas Weber
Hooverstrasse 9
5727 Oberkulm

No-Billag? No-Go!

Der folgende Leserbrief eines besorgten Schweizer Bürgers soll als Beitrag zur aktuell laufenden Diskussion dienen. Diskutieren Sie mit, indem Sie uns einen Kommentar hinterlassen.

************************** Beginn Leserbrief **************************

Man sollte meinen, als Gewerbler und langjähriger Politiker, logischerweise rechts von der Mitte, hätte man es einfacher, in dieser verzwickten Angelegenheit eine Position zu finden.

Haben Sie auch die Relationen verloren? Das gesamte schweizerische Radio- und TV-Angebot kostet künftig gemäss Bundesrätin Leuthardt pro Jahr Fr. 365.--, also einen Franken pro Tag. Ein Teleclub-Abo, schon nur in der Grundversion, kostet Fr. 358.80. Darin ist weder Radio (z.B. im Auto oder im Büro) noch irgendwelche Information enthalten. Wünscht man die Zusatzpakete „Sport“ und „Family“ etc. ist man schnell bei Fr. 700.--. Noch immer ohne Radio und Nachrichten. Wird SF DRS also zugrunde gerichtet, wie es die No-Billag-Befürworter planen, profitieren nur wenige, z.B. die Pay-TV-Anbieter. Und man ist gezwungen, zu kaufen, was diese anbieten. So viel zu Freiheit und Meinungsvielfalt.

Haben Sie übrigens auch verglichen: Das BLICK-Abo (Sie lesen diesen durchschnittlich maximal fünf Minuten pro Tag) kostet Fr. 389.--, der Sonntags-BLICK noch zusätzlich Fr. 189.--. Die AZ ist mittlerweilen, trotz Aufgabe der Sonntagsausgabe, bei stolzen Fr. 509.— für das Jahresabo angekommen.

Es geht nicht mehr um die Sache. Es geht viel mehr darum, die vermeintlich linke SRG zu zerstören. Wenn Sie aber das Programm mal anschauen, müssen Sie zugeben, dass die Berichterstattung eigentlich ausgewogen ist. Nicht nur Linke, auch die SVP und sogar deren Uebervater Blocher kommen zu Wort. Es stimmt schon nachdenklich: Haben Sie bei Blocher-TV schon mal einen Linken gesehen? Das Kapital bestimmt, wer reden darf. Wollen wir das wirklich ? Wollen wir für die ausgedünnten Nachrichten nur noch ein Staatsfernsehen wie einst die DDR oder heute Nord-Korea?

Es ist gut, dass das längst erkannte Problem SRG überall und ausführlich diskutiert wird. Doch diese Initiative geht eindeutig zu weit. Sie ist kein Befreiungsschlag sondern eine Beschränkung der Meinungsfreiheit. Deshalb werde ich ein klares NEIN in die Urne legen. Denken Sie mal nach. Sie werden zum selben Schluss kommen.

Leserbrief Hans Wälti, Bözberg